Okt
08

Null von Adam Fawer

Uff, das Wochenende hängt mir noch hinterher, aber ich versuche doch etwas erfreuliches zu schreiben. Ich möchte euch wieder mal ein Buch vorstellen und wie ich versprochen hatte, ist es diesmal lesenswert!

Der Titel der deutschen Übersetzung heisst “Null.” der Autor selbst, Adam Fawer, war für mich neu, aber ich werde wohl wieder auf ihn zurückgreifen. Nun zum Buch:

Man begleitet David Caine auf einer Odyssee zu sich selbst, er war mal Uni-Dozent für Statistik. War? Ja war, der arme Kerl ist äußerst begabt und sehr schnell im (Kopf-)(Er)rechnen von Wahrscheinlichkeiten, was ihn dazu führte Poker zu spielen. Poker als Spiel der Wahrscheinlichkeiten, fasziniert David Caine schließlich derartig, dass er nur noch pokert, er ist spielsüchtig, er ist sich dessen bewusst, lässt die Sucht aber trotzdem sein Leben zerstören.

Aber das ist nicht das größte Problem, welches der Hauptcharakter hat. Er ist darüberhinaus Epileptiker mit fürchterlichen Anfällen, was vielleicht sogar der Grund war für seine Spielsucht, denn eines Tages, hatte David einen dieser Anfälle während einer Vorlesung und war seitdem absolut unfähig in einem Hörsaal vor eine Menschenmenge zu treten und diese zu unterrichten.

Um die Handlung kurz anzureissen, David Caine verwickelt sich anfangs in grosse Probleme mit der Russenmafia, seine Anfälle werden immer schlimmer und unkontrollierter und dazu kommt, dass sein schizophrener Zwillingsbruder aus der Anstalt entlassen wurde und plötzlich bei ihm vor der Türe steht.

Das Buch weiht den Leser in die Vorebenen der Statistik Rechnung ein, über Newton zu Laplace bis hin zu Schrödinger und seiner Katze. Ja tatsächlich, man trifft auf Phänomene der Physik und es wird sogar kurzzeitig die Quantenphysik besprochen. Das alles wird gepaart mit saftiger und reichhaltiger Agentenaction vom Fach und das im “Gib dem Affen Zucker” Verfahren. Das eine Kapitel klärt die Frage warum die Wahrscheinlichkeit, dass in einem Raum mit knapp 100 Personen, die Wahrscheinlichkeit, dass zwei Leute am selben Tag Geburtstag haben bei 90% liegt und das darauffolgende Kapitel schildert eine sauspannende Verfolgungsjagd. Wer jetzt meint, dass die Story verwirrend ist, hat Recht. Das trifft voll und ganz zu, zumindest am Anfang, ist es teilweise wirklich schwer, mit der Geschichte Schritt zu halten. Aber im Nachhinein wird man bemerken, dass dies eines der Dinge ist, die das Buch auszeichnen. Die Story ist einfach crazy, totaler Wahnsinn, aber doch realistisch.

 Lieber Leser, dieses Buch ist absolut empfehlenswert! Besorgs dir!

Sep
19

erstes Book-Review

Wie unten angekündigt, möchte ich eine Buch-Kategorie einführen und damit will ich direkt mal anfangen mit einem Buch namens “Intrige” von Thomas Gifford. Das Buch hatte ich vor ca. einem Jahr schonmal begonnen und wieder weggelegt und naja was soll ich sagen, ich hätte es dabei belassen sollen.

Der Hauptcharakter Paul Cavanaugh ist freier Journalist, der durch Zufall auf einen Selbstmord im Foyer seines Wohnhauses aufmerksam wird und dann entdeckt, dass sich daran eine Mordserie knüpft.

Also das Buch ist an Spannung meistens nur schwer zu unterbieten und der Anfang überfordert den Leser direkt, weil die Einführung aller wichtigen Charaktere, wie Hagel auf einen niederprasselt und man schwer folgen kann.

Nach der Hälfte des Buches wusste ich, wer der Mörder war, aber der Autor versucht trotzdem in der zweiten Hälfte des Buches falsche Fährten zu legen, um dann auf der vorletzten Seite aufzudecken, dass es eben doch diese Person war. Lieber Blog-Leser, lass die Finger von diesem Buch, ich verspreche auch hiermit, das nächste mal ein tolles vorzustellen ;)

So long, Phil

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